Die Geschichte des Unternehmens MVL

So wurde Schwedt bekannt – Erdölverarbeitung und Erdölleitung

Juli 1958
Schwedt wird als Standort für den Aufbau eines Erdölverarbeitungswerkes festgelegt. Damit war gleichzeitig die Notwendigkeit gegeben, ein leistungsfähiges Rohrfernleitungsnetz zum Transport von Erdöl und Erdölprodukten zu realisieren.

Die 60er-Jahre – Aufbau der MVL, des Tanklagers und des Rohrfernleitungsnetzes

Dezember 1963
Inbetriebnahme der Erdölleitung „Freundschaft“

Januar 1964
Vorbereitungen zum Bau der Erdölleitung Schwedt – Leuna

Januar 1965
Gründung der Aufbauleitung Mineralölverbundleitung Heinersdorf

März 1965
Baubeginn der Erdölleitung Schwedt – Leuna I 

Juli 1966
Aus der Aufbauleitung geht der VEB Mineralölverbundleitung Schwedt hervor. 

Dezember 1967
Inbetriebnahme der Erdölleitung Schwedt – Leuna I

Dezember 1967
Inbetriebnahme der Kraftstoffleitung Schwedt – Seefeld

August 1969
Beginn des Pumpbetriebes auf der Erdölleitung Rostock – Schwedt

Oktober 1969
Die ersten 30 000 m³ Erdöltanks wurden im Umschlagstanklager Heinersdorf in Betrieb genommen.

Die 70er-Jahre – MVL als Kombinatsbetrieb des VEB PCK, die Inbetriebnahme der Erdöl und Produktenleitungen und der Baubeginn des Untergrundspeichers

Januar 1970
Der VEB Mineralölverbundleitung Schwedt ist Kombinatsbetrieb des VEB Petrolchemisches Kombinat Schwedt

August 1970
Inbetriebnahme der Erdölleitung Leuna – Böhlen

Juni 1971
Die Leitzentrale in Heinersdorf wird in Betrieb genommen.

Februar 1972
Teilkapazitäten des Zentraltanklagers Spergau werden in Betrieb genommen. Die vollständige Inbetriebnahme und Übergabe erfolgte im Jahre 1974.

Mai 1973
Inbetriebnahme des Westabschnittes der Erdölleitung „Freundschaft II"

Juli 1973
Baubeginn des Ethylenkomplexes

August 1974
Beginn des Transports auf der Erdölleitung Rüssen – Zeitz

Dezember 1974
Inbetriebnahme der Rohbenzinleitung Zeitz – Böhlen

März 1975
Aufnahme des Betriebes der Ethylenleitung Böhlen – Leuna – Buna – Untergrundspeicher

Juni 1975
Inbetriebnahme der Ethylenleitung Böhlen – Zaluzi (CSSR)

Oktober 1975
Betriebsbeginn des Untergrundspeichers Teutschenthal
Die ersten Tanks im Bevorratungstanklager Rostock werden in Betrieb genommen.

November 1977
Inbetriebnahme der Erdölleitung Leuna – Lützkendorf

April 1978
Aufnahme des Dauerbetriebs der Erdölleitung Schwedt – Leuna II

Die 80er-Jahre – neue Aufgabenfelder werden erschlossen, so der Transport von Diesel über Pipeline und die Lagerung und der Transport von Ethylen

September 1980
Mit der Umkehrung der Olefin-Kooperation übernimmt der VEB MVL Schwedt das in der CSSR und in Böhlen erzeugte Ethylen zum Weitertransport in die Verarbeitungswerke bzw. zur Einlagerung in den Untergrundspeicher des Betriebes in Teutschenthal.

Juni 1981
Erster Großversuch zum Transport von Dieselkraftstoff über die Erdölleitung von Schwedt nach Rostock.

April 1982
Als zusätzliche Aufgabe wird schweres Erdöl per Pipeline von Rostock nach Spergau transportiert.

November 1985
Nutzung der Leitung Schwedt – Rostock als „Weiße Leitung“

August 1988
Inbetriebnahme der Raffinatbenzinleitung Leuna – Webau
Außerbetriebnahme des Abschnittes Rüssen – Böhlen der Rohölpipeline Spergau – Zeitz 

Mai 1989
Außerbetriebnahme der Raffinatbenzinleitung Leuna – Webau, Rückbau 03/2000

Die 90er-Jahre – mit Beginn der Wende ändert sich das Profil der MVL – Lagerung und Transport von Erdöl als Schwerpunktaufgabe

11. Juli 1990
Gründung der Mineralölverbundleitung GmbH Schwedt mit Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt/Oder

April 1991
Überleitung des Ethylensystems an die Sächsischen Olefinwerke

Juni 1991
Übernahme von 45 % Anteilswerten an der MVL GmbH durch die PCK Raffinerie GmbH Schwedt und 55% durch die Treuhand

September 1992
Neuverlegung der Rohbenzinleitung Zeitz – Böhlen

November 1994
Außerbetriebnahme der Rohölpipeline Spergau – Lützkendorf, Rückbau ab 11/1995
Beginn des Automatisierungsprojektes (Rohölpipeline Schwedt – Spergau, Rohölpipeline „Freundschaft“)

März 1994
Beginn der Ertüchtigung aller Pipelineabschnitte mittels Stresstest

Dezember 1995
Außerbetriebnahme der Rohölpipeline Spergau – Zeitz
Überleitung der Kraftstoffleitung Schwedt – Seefeld an die PCK Raffinerie GmbH

Januar 1996
Übernahme von 55 % Anteilswerten an der MVL GmbH durch die Mitteldeutsche Erdölraffinerie GmbH ( MIDER)
Beginn der automatischen Probenahme und Tankstandsmessung

Juni 1997
Aufnahme der Versorgung der Mitteldeutschen Erdölraffinerie GmbH
Übergabe des Tanklager Spergau an die MIDER
Ende des Betreibervertrages für das Tanklager Rostock

August 1998
Abschluss des Betriebsführungsvertrages für die Rohölpipeline Rostock – Schwedt

Dezember 1998
Ankunft der 500 Mio. Tonne Erdöl über die Rohölpipeline „Freundschaft“

September 1999
Die MVL GmbH wird Ausbildungsbetrieb
Stilllegung aller Reservedüker an den Pipelines.

Ab Jahr 2000 – Beginn eines umfangreichen Sanierungsprogramms

Juli 2000
Die MVL besteht 35 Jahre und 10 Jahre als GmbH
Abschluss der Sanierung aller Schutzbauwerke an den Pipelines

1999 – 2001
Rückbau der Zwischenpumpstationen Tornau und Heidekrug auf der Rohölpipeline
Schwedt-Spergau

November 2001
Rekonstruktion des Abwassersystems und Feuerlöschsystem

Mai 2002
Abschluss des Automatisierungsprojektes der komplexen Prozesssteuertechnik
Erneuerung der Hauptpumpstation im Tanklager Heinersdorf

September 2002
Inbetriebnahme der neuen Pumpstation für die Rohölpipeline Heinersdorf – Spergau

August 2003
Die Betriebsführung für die Rostockleitung endet für MVL. Der Eigentümer PCK setzt das Leitsystem vom Tanklager Heinersdorf der MVL zur Kraftstoffmeßwarte in der PCK um.

Mai 2004
Erstmalig wird bei MVL ein Rißprüfmolch zum Einsatz gebracht.

2005
Tausch der Eingangsverteiler Rostock und Freundschaft 1. Damit werden 10 Tanks an die RP“F1“ angeschlossen.

Oktober 2006
Große Havarieübung an der Oder zwischen polnischen und deutschen Sicherheitskräften.  Das Szenario sah einen Pipelineschaden an der Erdölleitung „Freundschaft 1“ vor.

März  2007
Ankunft der 1.000.000-sten Tonne polnisches Rohöl seit März 2002.

2008
Projekt „Umverlegung der RP Spergau 2 / Saalerohrbrücke“ ist durch die Dückerung in offener Bauweise abgeschlossen

2010
Die Leistungen für die Sicherung der RP Heinersdorf – Spergau 1 / 2, für den Neubau der ICE – Strecke Erfurt – Halle/Leipzig, wurden abgeschlossen.

2012
Projekt zur Erneuerung der Automatisierungstechnik „Fernwirktechnik RP Heinersdorf – Spergau“ wurde abgeschlossen.

2013
Der Vertrag zur Baumaßname Ersatz Umspannwerk Heinersdorf zwischen der Fima Alstom und MVL wurde unterzeichnet und die Baustelleneröffnung fand am 05.06.2013 statt.

2014
Realisierung des Projektes  „Optimierung Hauptpumpstation“. Das neu errichtete Umspannwerk Heinersdorf wurde im September in Betrieb genommen und im November erfolgte die Bauabnahme.

2015
Steht unter dem Motto "50 Jahre MVL". Die Jubiläumsfeier mit den Gesellschaftern, Mitarbeitern, Vertragspartnern und Gästen fand im September statt.

Realisierung der Projekte "Optimierung Vorpumpstation" und "Errichtung überflutungsgeschützter Messhäuser". Weiterhin wurden notwendige Rohrleitungssanierungen im Tanklager und an der Pipeline durchgeführt.

2016
Erneuerung eines Dükers in der Querung zur Elbe sowie Bergung und Rückbau eines Reservedükers.

2017
Inbetriebnahme einer TKW-Entlade-Station im Tanklager Heinersdorf.

2018
Inbetriebnahme unserer neuen hochmodernen Leitwarte.

Zertifizierung der MVL nach ISO 14001 - Umweltmanagementsystem.

2019
Zertifizierung der MVL nach ISO 27001 - Informationsmanagementsystem.

Dükereinzug Gallin

Der Trassenverlauf

Wir haben für Sie unseren Trassenverlauf verbildlicht. Mit Hilfe der Grafik können Sie ganz einfach den Verlauf unserer Pipelines nachvollziehen.